Soulfood für Exil-Badner

Das ist nicht nur ein Herbstessen, die kleine Schlachtplatte mit frischem Sauerkraut und selbstgemachtem Kartoffelbrei schmeckt in der ganzen kalten Jahreszeit …

Kleine Schlachtplatte

… jetzt ist Herbst. In den Fässern reift das Sauerkraut.
Welch eine Vorfreude auf diesen Genuss.

Zutaten pro Person

  1. 1 Scheibe Kassler (besser Selchfleisch, weil saftiger)
  2. 1 frische Blutwurst
  3. 1 frische Leberwurst
  4. 1 Zwiebel in Scheiben zum Braten

für das Sauerkraut

  1. 200 g Sauerkraut (badisches oder elsässer, das schwäbische Kraut ist auch nicht schlecht)
  2. 1 Zwiebel
  3. 2 Lorbeerblätter
  4. 4-5 Pfefferkörner
  5. 3 Wacholderbeeren
  6. saurer Sprudel
  7. 0,25 l trockener Weißwein
  8. Butter oder Butterschmalz
  9. Gewürze zum Abschmecken

für den Kartoffelbrei

  1. 2 große Kartoffeln, mehlig kochend
  2. Butter, etwas Sahne oder Milch
  3. Salz, Muskatnuss

Zubereitung

– Sauerkraut

  1. die grob geschnittenen Zwiebeln in etwas Butterschmalz andünsten, bis sie glasig sind, aber keine Farbe angenommen haben
  2. das Kraut zerrupfen und zu den Zwiebeln geben
  3. bei kleiner Hitze gut vermischen
  4. etwas Flüssigkeit (Sprudel) ablöschen
  5. die Gewürze (Wacholderbeeren, Lorbeerblätter, Pfefferkörner) dazugeben
  6. das Fleisch zum Sauerkraut geben
  7. zu gedeckt leise köcheln lassen und immer wieder etwas Flüssigkeit dazugeben
  8. nach einer halben Stunde soviel Wein dazu, dass das Kraut leicht bedeckt ist
  9. auf kleiner Flamme mindestens ein weitere halbe Stunde kochen lassen. Lieber etwas länger.

– Kartoffelbrei

  1. Kartoffeln schälen, grob zerteilen
  2. in Salzwasser ca. 25 Minuten kochen (nicht zu viel Wasser, die Kartoffeln sollen gekocht und nicht ertränkt werden)
  3. nach ca. 25 Minuten die Kartoffeln abgießen, etwas Kochwasser zurück behalten
  4. reichlich Butter in den Topf und mit dem Kartoffelstampfer stampfen.
    Nicht den Zauberstab verwenden, das gibt Kleister mit dem könnt ihr Tapeten an die Wand kleben
  5. etwas Sahne dazu
  6. etwas Muskatnuss, Pfeffer und vielleicht Paprika dazu
  7. falls der Brei zu dick kann man nun etwas vom Kochwasser dazu geben
  8. eventuell mit Salz nachwürzen

– die Würste

  1. etwas Butterschmalz in einer Pfanne schmelzen
  2. bei kleiner Hitze die Würste von allen Seiten anbraten
  3. die Zwiebelringe dazu geben
  4. bei kleiner Hitze vor sich hin braten lassen
  5. wenn der Metzger ehrlich war, platzen die Würste beim Braten nicht, ansonsten hat er zu viel Eiswasser in das Met getan (meine Würste waren perfekt. Siehe Bild)
  6. anrichten, die gebratenen Zwiebeln über den Kartoffelbrei und dem Sauerkraut verteilen

Lasst es euch schmecken!

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Ein Obstschnaps hinterher ist nicht zu verachten!

Sauerkraut-Verzweiflung!

OK, ich war hier beim Metzger, habe eine Scheibe Kassler, mangels Selchfleisch, 1 frische Blutwurst, 1 frische Leberwurst und 500 g frisches Sauerkraut gekauft.
Zuhause. Tüte auf und vom rohen Kraut probiert. Ernüchterung.
Sauerkraut heißt deshalb Sauerkraut, weil es sauer ist und nicht süß, sonst würde es ja Süßkraut heißen. Und warum in Dreiteufelsnamen reibt man denn Karotten in das Kraut? Und warum ist das süß?
Also nichts desto trotz die Würste waren von sehr guter Qualität.
Die Scheibe Kassler wie zu erwarten trocken.
Vom Bayreuther Dienstagsmarkt habe ich mehlig kochende Kartoffeln mitgebracht.
Das Gemüse und das Obst der kleinen Bäuerin ist immer sehr gut.
Darauf ist Verlass und was es nicht zur Jahreszeit gibt, das gibt es nicht.
Da kauf ich wirklich gerne ein, halt nur Dienstags.

PS: in zwischen bin ich fündig geworden. Bei zwei großen Supermarkt-Ketten (fangen beide mit „RE“ an) mit angeschlossenen Metzgern habe ich echtes rohes Sauerkraut gefunden. Frisch, herrlich zum roh essen, zitronensauer – gekocht ein Hochgenuss!

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