Forellen von der Kleinrehmühle

Forellen habe ich ja immer im Tiefkühler. Manchmal freut man sich auf so einen Leckerbissen und wird dann beim Blick in den TK enttäuscht, denn irgendeiner hat die letzte Forelle aufgegessen und nicht für Nachschub gesorgt.

Gut, es gibt für den Ersatz mehrere Möglichkeiten.
Erstens Supermarkt — OK! … aber nur wenn mir nichts anderes einfällt oder Katzen hagelt!
Zweitens Wanderschuhe — das ist löblich und einer der Vorteile des Frankenwaldes.
Denn es gibt reichlich Forellenzuchten in den wasserreichen Tälern.

Forelle im Backpapier

Das ist das Ziel, das soll auf den Teller!

Forelle in Backpapier

Pro Person:

  • eine frische, küchenfertige Forelle
  • ein paar Zwiebelringe
  • eine kleine Tomate
  • eine Scheibe einer Bio-Zitrone
  • Salz, Pfeffer, ein paar Petersilienstengel oder frische Gartenkräuter nach belieben
  • ein paar Scheibchen Knoblauch (ich nehme da gerne den eingelegten Knoblauch aus meinem Rezept Knoblauch aus Gaillac, der ist schön mild)
  • ein Bogen Pergament- oder Backpapier
  • etwas kaltgepresstes Öl

So einfach wird’s gemacht:

  1. Forelle vorsichtig abspülen, innen trocken tupfen und auf das zuvor eingeölte Backpapier legen
  2. innen und außen salzen und pfeffern
  3. den Bauchraum mit den Tomatenscheiben, der Zitronenscheibe und den Kräutern füllen
  4. das Backpapier zu einem lockeren, aber dichten Päckchen falten
  5. im auf 180°C vorgeheizten Backofen mit Ober-und Unterhitze ca. 20 bis 30 Minuten backen (ist abhängig von der Größe der Forelle)

    Aus den nicht aufgebrauchten Kräutern und Knoblauch mache ich mit etwas Butter und etwas Salz und Pfeffer eine schnelle Kräuterbutter. Die passt gut zu den Kartöffelchen.

Dazu passen Salzkartoffeln, badischer Kartoffelsalat oder eine Scheibe Bauernbrot.

In diesem Blog findet ihr auch ein Rezept Forelle in Alufolie. Bitte dabei beachten, dass keine Zitrone verwendet wird und kein Salz auf die Alufolie kommt. Es können unerwünschte chemische Reaktionen entstehen, die schädlich für die Gesundheit sind.
Außerdem erscheint mir das Backpapier aus umwelttechnischen Gründen sinnvoller.

Das war der Plan, aber der Fisch muss erst noch gefangen werden!

Also Wanderschuhe, Rucksack, Kühltasche und Fotoapparat und auf gehts zu meiner Lieblingsfischzucht — zur Kleinrehmühle im Frankenwald.*
* Kleinreh, so heißt der Bach, welcher die Forellenbecken speist. Es gibt auch die Großrehmühle, ebenfalls am Mühlenweg gelegen.

Am liebsten fahre ich dazu zum Einstieg in den Mühlenweg im Steinachtal.
Die 18 km Mühlenweg bin schon einige Male gelaufen. Das ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis — außer im Winter! Das traue ich mir dann doch nicht zu.

Auch im Hochsommer ist der abwechslungsreiche Weg mit vielen Steigungen eine Herausforderung.
Man muss schon gut zu Fuß sein und auch genügend Essen und Trinken mit sich führen, denn leider sind die Einkehrmöglichkeiten am Weg sehr beschränkt.
Aber je nachdem wo man den Einstieg wählt, kann man am Ende der Strecke lecker Vespern oder gut fränkisch Essen.
Die Waldschänke ist da mit deftigen Speisen zu empfehlen. Nicht zu vergessen die sehr freundlichen Wirtsleute und gute Preise. Ein analoger Besuch lohnt sich in jedem Fall — digital, na ja! Bitte keine Rückschlüsse von der Website ziehen!

Für einen kurzen zielgerichteten Spaziergang lohnt es sich den Wanderparkplatz unterhalb der Kleinrehmühle anzusteuern und dann nach der Brücke rechts ab die knapp zwei Kilometer durch das schöne Tal an der Huebnersmühle vorbei zur Forellenzucht zu laufen. Das ist zu jeder Jahreszeit machbar! Im Winter lohnt es ich anzurufen. Ansonsten findet ihr die Verkaufszeiten auf der Website.

Ein Genuss dahin zu spazieren, eine frisch geräucherte Forelle zu schnabulieren , während die Bestellung frisch gefangen und küchenfertig vorbereitet wird.
Drei Kilo, das sind etwa zehn ausgenommene Forellen. Ab damit in die Kühltasche und nach Hause zum einfrieren — bis auf eine für den nächsten Tag!

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Ira Moritz says:

    Sieht sehr lecker aus und danke für die Einkaufsquelle und den schönen Wander-Tipp!

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    1. Opa Reiner says:

      Danke! Da gibt es noch eine Menge zu entdecken. Beispielsweise das Till-Eulenspiegel-Museum an der Steinach-Klamm

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  2. Sarah says:

    Uh super schöner Ausflug 🙂 das müssen wir dann auch mal machen!

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    1. Opa Reiner says:

      Das können wir gerne im nächsten Frühjahr machen 👍

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