Erdbeeren in Rhabarber-Gelee


Carpe Diem!

Freiland-Erdbeeren auf Folie und Stroh

Hurra! Es gibt die ersten Freiland-Erdbeeren. Okay – nicht überall, aber hier im sonnenverwöhnten Breisgau im wärmsten Ort Deutschlands Ihringen am Kaiserstuhl, da schon!
Obwohl auch hier der April nun schon gefühlte 52 Tage dauert 😉.

Also, auf’s Fahrrad und zum nächsten Hofladen. Und da gibt es auch sehr schönen Rhabarber! Je ein Kilo! Das ergibt geputzt etwa 1,5 bis 1,8 kg. Das für die, die rechnen wollen.

Da ich aber faul bin kaufe ich immer soviel, dass ich von allem zum guten Schluss 1000 g habe.
Der natürlicher Schwund durch Naschen muss natürlich einkalkuliert werden.

Um das zu vermeiden habe ich ein Schälchen extra Erdbeeren für die ‚lange Fahrt‘ nach Hause gekauft und diese dann an besonders schönen Stellen schnabuliert.

Aber zum Rezept!

Ich liebe Rhabarber, habe aber etwas Probleme mit den Fasern, also habe ich mir etwas einfallen lassen. Ich verwende nur den Saft, der beim Ziehen mit Zucker über Nacht entsteht. Dazu habe ich den Raharber extrem klein geschnitten, um eine größtmögliche Saftausbeute zu bekommen.

How to…

Also grundsätzliches über die Herstellung von Marmeladen oder Konfitüren muss ich hier sicherlich nicht mehr verbreiten, aber das wichtigste doch nochmal:

  • frisches, vollreifes Obst, wenn möglich von einem Hof, der nicht oder nur wenig spritzt, das sofort verarbeitet wird
  • saubere, sterile Gläser
  • und last-not-least viel Freude am Ergebnis, das ich gerne mit meinen Freunden teile!

Zutaten

  • 1 kg frische, vollreife Erdbeeren
  • 1 kg Rhabarber, es darf ruhig der grünfleischige sein, der hat mehr Säure und mehr Geschmack
  • Gelierzucker 2:1, umgerechnet auf die Obstmenge, die nach dem Putzen verbleibt
  • 1 Bio-Zitrone
    Saft und Abrieb
  • etwas Vanille-Zucker
Tipp 1

Meinen Vanillezucker mache ich selbst! In ein Glas mit weißem Rohrzucker werden die ausgeschabten Vanilleschoten gesteckt. Sie geben dem Zucker einen leckeren Geschmack.

Ohne Chemie und künstliche Zusatzstoffe!

Hält ewig und wird immer wieder erneuert!

… übrigens, wußtest Du das Rhabarber kein Obst, sondern ein Gemüse ist?

So geht es…

  • den Rhababer waschen.
    Schälen ist nicht notwendig, da später nur der Saft verwendet wird. In möglichst kleine Stücke schneiden.
  • 1000 g abwiegen, mit 500 g Gelierzucker 2:1 bestreuen. Mindestens über Nacht ziehen lassen
  • am Tag darauf kommen die Erdbeeren an die Reihe.
  • Einmal kurz abbrausen – nicht zu viel, die Erdbeeren ziehen Wasser – vorsichtig abtupfen.
    Putzen – also das Grün abschneiden – die Beeren halbieren oder vierteln, 1000 g abwiegen.
  • In einem hohen Topf mit 500 g Gelierzucker 2:1 und mit 2 bis 3 Esslöffel Vanillezucker bestreuen (siehe Tipp 1 + 2)
  • jetzt den Rhabarbersaft in den Topf abseihen.
    Die Stücke mit der ‚Flotten-Lotte‘ auspressen (die feinste Lochscheibe verwenden), das ist etwas mühsam und zeitaufwändig. Passt aber genau zu der Zeit in welcher die Erdbeeren ziehen sollen.
    Was übrigbleibt sind nur die ungewollten Fasern.
  • langsam und unter rühren zum Kochen bringen
  • den Zitronensaft und den Abrieb dazugeben
  • 5 Minuten kochen. Sobald die Masse klar blubbert, ist die Marmelade fertig
  • Gelierprobe machen – evtl. nochmal kurz aufkochen
  • jetzt die vorbereiteten, sterilen Gläser bis zum Rand füllen
  • sofort den Deckel aufschrauben und ein paar Minuten auf den Kopf stellen. Wenn das letzte Glas befüllt ist, kannst Du das erste Glas wieder umdrehen.
  • Abgedeckt langsam auskühlen lassen
  • Beschriften nicht vergessen!
Tipp 2

Die Schoten trocknen mit der Zeit vollkommen aus und dann mache ich ‚home-made‘ Vanille-Zucker!
In einem Mörser feingemahlen, mische ich sie wieder unter den Zucker.
no waste – ! Aber nochmal voller Geschmack!

Noch ein Tipp zum guten Schluss…

Ich hatte noch reichlich Rhabarber übrig. EinTeil wurde dann noch zu einem Rhabarber-Zwiebel-Chutney verarbeitet. Ein leckeres Mitbringsel zum nächsten Grillen unter Freunden.

Und dann war aber noch ein ordentlicher ‚Rest‘ übrig. Es geht nichts über eine ordentliche Planung, der wurde dann zu einer Tarte verabeitet.
Das Rezept dazu habe ich bei einer Followerin gefunden.

Amalie hat die Tarte viel schöner dekoriert als ich. Das hat aber dem Geschmack keinen Abbruch getan – ich kann nur empfehlen nachzubacken!

Es lohnt sich diese Seite genauer anzusehen, da gibt es schöne Sachen zum Nachmachen! Unter dem Bild ist der Link zu dieser Quiche.

Schreib mir was, ich freue mich drüber...

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Wechseln )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Wechseln )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Wechseln )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Wechseln )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.