Interpretation einer Paella

am

Äääh – Interpretation – deshalb, weil kein Spanier das so macht.

Also erstmal Paella wird im Original auf offenem Feuer gemacht – da würde sich mein Vermieter die Haare raufen!
Oder im Freien auf einem besonderen Paella-Gasbrenner mit der dazugehörigen Pfanne! Aber das geht halt manchmal nicht …
Deshalb hier die Version im Backofen, auch nicht schlecht.

Aber ein Aufruf an alle Spanier, insbesondere meine spanischen Freunde aus Valencia: „… nicht weiterlesen, behaltet mich in Erinnerung wie ich bin …!“

Paella aus dem Backofen

Nicht vergessen, Paella ist so oder so ein sehr soziales Essen, schmeckt ohne Freunde oder andere gute Gesellschaft überhaupt nicht …!

Kosten: günstig
(wenn man es auf die Personenzahl, die es zu ernähren gilt 🤗 umrechnet)
Schwierigkeit: ziemlich aufwendig
Zeit: 60 Minuten
(mit der freundlichen Hilfe der Beteiligten – wie gesagt, es ist ein sehr soziales Essen und schon die Vorbereitung kann sehr lustig sein)

Zutaten:

also für 6 – 8 Personen reicht:

  1. 1 großes Huhn (1,3 – 1,6 kg) – im Notfall pro Person 1 Hühnerbein, ca. 200 g in mundgerechte Stücke gehackt
  2. 2 Liter Hühnerbrühe aus der Karkasse und Gemüse, schnell selbstgemacht
    Ersatzweise
    mindesten 2 Liter gute Hühner- oder Gemüsebrühe (habe ich immer im Tiefkühler!)
  3. 80 bis 100 g trockenen Reis pro Person
    (Arborio, Bomba oder Riz rond de Camarque – der richtige Reis ist von großer Bedeutung! Keinesfalls auf den bei uns bekannten Milchreis zurückgreifen!)
  4. Reichlich (viel) Olivenöl – minimum ¼ Liter
  5. Geschälte, in mundgerechte Stifte geschnittene Möhren, Sellerie, Rüben usw. Wurzelgemüse halt
  6. Grüne Bohnen (die flachen …)
  7. 3 – 4 große Zwiebel
  8. Knoblauch (reichlich nach Geschmack oder sozialen Bedürfnissen)
  9. Geschälte rote Paprika
  10. Paprikapulver, Pfeffer, Nelken gemahlen
  11. ein Tütchen Safran (für die guten Freunde! ✌️!)
    Es geht aber auch Kurkuma. Ich bin überzeugt, daß in den meisten spanischen Paellas, reichlich davon drin ist!

    Ab hier ist das Walweise, es gibt Menschen, die kein Fisch mögen
  12. 1 kg spanische Miesmuscheln (die richtig großen) fleißig putzen
  13. Scampis (rohe, 2 – 3 pro Person) manche mögen mehr

Zubereitung:

  1. Das Huhn in mundgerechte Stücke zerteilen
  2. Aus den Resten Karkasse und Flügeln mit viel Gemüse eine Brühe kochen (3/4 Stunde) das ist die Zeit um das andere Gemüse und die Hühnchenteile vorzubereiten
    … und evtl. die Muscheln zu putzen und die Scampi zu entdarmen – wer hat schon gerne Sand zwischen den Zähnen.
  3. Die Hühnerteile in reichlich Olivenöl kross anbraten (bis kurz vor den Garpunkt), aus der Pfanne nehmen, beiseite stellen.
  4. Das Rübengemüse im Öl glasig dünsten.
  5. Die Zwiebeln, grob geschnitten dazu geben, glasig werden lassen. Den Paprika nicht vergessen, hinein damit in die Pfanne.
  6. Den Reis dazu geben gut untermischen.
  7. Die Hühnerbrühe in die Pfanne (hoffentlich reicht es – man braucht pro Volumen Reis, drei Volumen Flüssigkeit). In keinem Fall Wasser nachschütten, das verdirbt den Geschmack.
  8. Das vorbereitete Gemüse (Bohne, Erbsen – frisch) dazugeben.
  9. Den Safran (oder arme Leute-Safran – Kurkuma) einrühren.
  10. Den grob geschnittenen Knoblauch unterrühren.
  11. Die Füllung der Pfanne flach schütteln, damit alles schön verteilt ist
  12. Ab jetzt darf nicht mehr gerührt werden, damit zum Schluss der Reis in der Pfanne von unten ganz leicht anbrät.
  13. Die Hühnchenteile in der Mitte der Reispfanne platzieren.
  14. Deckel drauf und etwa 20 Minuten bei 200°C Ober- und Unterhitze auf der unteren Schiene backen.
  15. Dann mit den Muscheln und den Scampi den Pfannenrand garnieren.
  16. Fertig ist die Paella, wenn die gesamte Flüssigkeit vom Reis aufgenommen wurde, die Muscheln sich geöffnet haben und die Scampi schön rosa sind.

Am besten in der Mitte eines großen Tisches platzieren.
Jeder nimmt sich, was er mag.

Ein Stück Zitrone, etwas Weißbrot und einen ordentlichen „Vino Tinto“ dazu, dann geht auch im Norden die spanische Sonne im Westen unter…

Interpretation – Bedeutung:

Laut Duden:

    1. Erklärung, Deutung von Texten, Aussagen o. Ä.
    2. Auslegung, Auffassung, Darstellung
    3. auf der jeweils mehr oder weniger persönlichen Deutung, Auslegung eines Musikstücks beruhende künstlerische Wiedergabe von Musik
      Hier die „künstlerische“ Auslegung eines Rezepts 🤣

 

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. kunterbunt79 sagt:

    ewig nicht mehr gegessen

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    1. opa_reiner sagt:

      … der Sommer kommt und so wie hier einfach und lecker zu machen …

      Gefällt mir

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