Das mag ja nicht jeder – Blutwurst – aber für den, der sie mag ist das eine sehr leckere Variante der Zubereitung. Das schmeckt nicht nur dem Badener.

Eine schöne feste Blutwurst mit Grieben im Naturdarm, Pellkartoffel vom Vortag und selbstfermentiertes Sauerkraut, Zwiebel und etwas Speck – und als Getränk ein schönes kaltes naturtrübes Feierling-Bier aus Freiburg.





Was kann da noch schiefgehen?
* „Bräggele“ sind im badische Bratkartoffel, meist mit rohen Kartoffelscheiben – hier der Faulheit geschuldet mit Pellkartoffel. Zu Bratkartoffeln aus rohen Kartoffeln sagen wir auch „Rohgebräddelt“
Zutaten / Person
- 150 bis 200 g Blutwurst am Stück, im Naturdarm
- 30 g geräucherten Speck
- 1 große Zwiebel
- 3 bis 4 mittelgroße Pellkartoffeln vom Vortag
- Sauerkraut (hier: selbstfermentiertes Weißkraut)
- ein kleines Glas trockenen Weißwein
- etwas Mehl
- 1 Esslöffel Butterschmalz
- Pfeffer, Wachholderbeere, Lorbeerblatt,
etwas Salz für die Bratkatoffel
Info - auf dem Markt am Münster in Freiburg kann man „Bräggele-Gwirz“ kaufen, ein halber Teelöffel über die „Bräggele“ (Bratkartoffel) mehr braucht es nicht als Gewürz
So geht es…
- die Hälfte vom Speck kleinschneiden
- 1 halbe Zwiebel kleinscheiden
- Zwiebeln und Speck in einem Töpfchen anbraten
- dann das Sauerkraut dazugeben
(das fermentierte Sauerkraut ist weicher als das gekaufte und saftiger) mit etwas Lorbeerblatt, zwei bis drei Wahholderbeeren und ein paar schwarzen Pfefferkörnern würzen - mit einem kräftigen Schluck Weißwein ablöschen und auf kleiner Flamme garziehen lassen
Der nächste Schritt: - Pellkartoffeln schälen, in Scheiben schneiden
- in einer großen Pfanne in Butterschmalz anbraten
- nach dem ersten wenden, Speckwürfel und Zwiebel dazu und auf mittlerer Flamme fertiggaren
… und das Finale - die Blutwurst mit dem Darm in etwa 5 mm starke Schheiben schneiden
- den Darm ein paarmal einschneiden (sonst rollt sich die Wurstscheibe beim Braten auf)
- mehlieren, überschüssiges Mehl abklopfen
- Die Bratkartoffeln nochmal wenden und zur Seite schieben, mit dem „Bräggele-Gwirz“ bestreuen
- eventuell noch etwas Butterschmalz in die Pfanne geben und die Wurstscheiben von beiden Seiten knusprig braten
- dabei auf die Bratkartoffeln achten, dass diese nicht anbrennen
… und dann, natürlich war noch ein ziemliches Stück von der Blutwurst über, welche Metzgersfrau fragt nicht mit einem treuherzigen Augenaufschlag: „… darf’s etwas mehr sein!“ Nun denn…
Am nächsten Tag gab es dann mit dem Rest vom Sauerkraut
Deftige, frittierte Blutwurst-Bällchen


Zutaten / Person
- die restlich Blutwurst
- ein bisschen Speck
- eine kleine Zwiebel
- eine Zehe Knoblauch
- ein kleines Ei
- Mehl
- Semmelbrösel
So geht es…
- Blutwurst zusammen mit dem Speck, Zwiebel und dem Knoblauch im Blitzhacker möglichst fein verarbeiten
- mit dem Ei und einem Esslöffel Mehl zu einer festen formbaren Masse kneten
(falls zu flüssig etwas Semmelbrösel dazugeben) - mit Pfeffer und Muskat würzen
- im Kühlschrank etwa eine Stunde ruhen lassen
dann - mit zwei Löffeln walnussgroße Klösschen abstechen
- in Semmelbrösel rollen, damit sie schön rund werden
- in einem kleinen Topf mit reichlich Butterschmalz frittieren
dazu gibt’s das leckere Sauerkraut vom Vortag!