Brötchen à la Turque


Türk usulü çörekler
(Ich hoffe, das stimmt so.., ist halt Google!)

Also gestern war nicht der Tag um sich draußen herumzutreiben.
Nebel – es war nicht mal kalt, aber wenn man das andere Ufer vom Rhein nicht sieht und nicht mal die Möwen richtig Lust zum Fliegen haben, dann überlegt man (ich) sich doch etwas anderes.

Zurück auf die Coach. Laptop auf die Knie. Googeln, ein bisschen ‚whatsupen‘, Freunde, Kinder und andere mit SMS nerven und YouTube schauen.

Gesucht habe ich nichts, gefunden habe ich das: ‚Enfes Yemek Tarifleri‚!
Das ist ein türkischer YouTube-Kanal, gemacht für Türken mit deutschen oder englischen Untertiteln. Lustig! Einfach gut gemacht, nur halt für den Germanen etwas schwierig!

Verstanden habe ich also nichts – ich kann ja kein türkisch – und die Untertexte waren – naja – auch nur zum Teil hilfreich (Ich glaube, das kleine grüne Google-Übersetzerchen hat zu viel Arrak oder Raki getrunken!)!

Aber die YouTube-Filmchen waren optisch gut gemacht, auch die Handlung war logisch und somit nachvollziehbar.

Ich habe mich also noch ein bisschen weiter auf dem Kanal umgeschaut und bin dann auf dieses Rezept gestoßen. Beim zweiten Mal anschauen lief mir schon das Wasser im Mund zusammen.
Also habe ich mir aufgeschrieben, was die Bilder zeigten. Untendrunter fand ich dann noch eine hilfreiche Zutatenliste.

Die Dame (Bäckerin) im Film hat ohne Punkt-und-Komma gesprochen. Scheint ein weltweites Problem zu sein 😉!
Beim zweiten Mal anschauen, habe ich den Ton dann weggeschaltet, das war für das Verständnis deutlich besser.

Also ran an die Bulletten – ähhh Brötchen

Brötchen à la Turque – einem türkischen Rezept nachempfunden, aber von mir gebacken!

Zutaten

  • 1 Glas warme Milch 200 ml
  • 1 Glas warmes Wasser 200 ml
  • 1 Esslöffel Zucker 10 Gramm
  • 1 Teelöffel Salz 8 Gramm
  • 1 Esslöffel Trockenhefe 10 Gramm
  • 2 Esslöffel geschmolzene Butter 30 Gramm
  • 5 Tassen Mehl 600 Gramm
  • 25 Gramm kalte Butter

Ich bin kein Freund von Trockenhefe, aber es steht so im Rezept, also gemacht wie beschrieben!

Zubereitung

  • in einer großen Schüssel Wasser, Milch, Zucker, Salz und die Trockenhefe mischen
  • rühren bis die Hefe aufgelöst ist
  • jetzt die geschmolzene Butter einrühren
  • die Hälfte des Mehls erst mit dem Holzlöffel einrühren,
  • dann den Rest dazugeben und kräftig rühren
  • ist das Mehl weitestgehend eingearbeitet, das Ganze von Hand zu einem geschmeidigen Teig kneten, bis er sich von der Schüssel löst
  • auf einem Brett eine Kugel formen (Rundwirken)
  • die Schüssel mit etwas Öl benetzen und den mittelweichen Teig hineinlegen
  • Deckel drauf und 45 Minuten gehen lassen
  • danach in der Schüssel etwas kneten
  • zu einer Kugel formen und in zwei Teile trennen, diese zu länglichen Würsten formen
  • 9 möglichst gleich große Teile abstechen und Brötchen daraus rollen
    (Ich wiege immer, also ca. 110 g pro Brötchen)
  • Backpapier auf ein Backblech legen und die Brötchen darauf abgedeckt 15 Minuten gehen lassen
  • mit Mehl bestreuen
  • mit einem scharfen Messer oder Rasierklinge einschneiden
  • die 25 Gramm kalte Butter in 9 gleich große Stücke schneiden und in die Einschnitte legen
  • bei 200°C im Backofen 25 Minuten goldbraun backen

Ich habe diesmal so genau wie es mir möglich war nach dem Rezept gearbeitet. Als Wiederholungstäter in Variation werde ich beim nächsten Mal die im Beitext unter dem Video angeführte Version machen, bei welcher der Teig im Kühlschrank über Nacht geht. Und ich werde statt der Trockenhefe 5 g frische Hefe und 50 g Lievito di Madre verwenden.
Das ergibt dann sicher eine etwas längere Gehzeit, die aber dem Geschmack zu Gute kommt.

… ein Duft von warmer Butter zieht durch die Küche und man möchte sich ein Brötchen sofort einverleiben… aber Achtung: Heiß!

Was ist das nun für ein Brötchen, ein Milchbrötchen, ein Butterbrötchen?
Egal es schmeckt ohne irgendetwas hervorragend zu einer Tasse Kaffee oder Tee.

Die Brötchen sind wunderbar buttrig, ganz ohne irgendwas. Aber auch mit Honig oder Marmelade sind sie ein Hochgenuss. Frischkäse passt ebenfalls sehr gut.
Für Käse oder Wurst sind sie jedoch nicht geeignet. Zu süß! Obwohl 8 g Zucker auf 1000 g Masse sind zu vernachlässigen. Das liegt dann wohl an der Butter und am Zucker, die beim Backen karamellisieren.

Vielen Dank an unsere türkischen Mitbürger für dieses tolle Rezept – guten Appetit!

Bu harika tarif için Türk vatandaşlarımıza çok teşekkürler – afiyet olsun!

NEU: Das Rezept könnt ihr jetzt ohne „BlaBla“ downloaden und einfach direkt aus dem Browser drucken und /oder als PDF speichern.

… und wenn euch dieser Beitrag gefällt, bitte kommentieren, liken oder verlinken. Auch wenn er nicht gefällt, mit einem konstruktiven Kommentar kann ich ihn besser machen.

6 Kommentare Gib deinen ab

  1. Heidi Hell sagt:

    Sehen zum Anbeißen aus! Butter in die Einschnitte muss ich auch mal ausprobieren! Liebe Grüße Heidi

    Gefällt 1 Person

    1. Opa Reiner sagt:

      Das mit der Butter eingearbeitet und aufgelegt ist genial! Ich glaube, wenn man Sultaninen dazu gibt, bekommt man, glaube ich, die leckersten Rosinenbrötchen!
      Das werde ich für meine Enkel ausprobieren.
      Liebe Grüße Opa 👴 Reiner

      Gefällt 1 Person

      1. Heidi Hell sagt:

        Ich werde dein Rezept auch ausprobieren!

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  2. Kristina sagt:

    Ich hatte nur 7 Brötchen, SUUUPER lecker. Fluffig, weich und zum ersten Mal dass mir sowas gelungen ist. Schade daß ich kein Bild schicken kann 😅 DANKE für das tolle Rezept

    Gefällt 1 Person

    1. Opa Reiner sagt:

      Freut mich! LG Opa Reiner

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    2. Opa Reiner sagt:

      Jetzt check ich es erst!
      Ich denke, dann waren die Brötchen halt ein bisschen größer d.h. auch der Genuss 😋😋😋🤣

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