Remember the Days in September


… mit Susi an die Ostsee nach Heiligenhafen

Fast wäre es ja nicht wahr geworden, aber im dritten Anlauf hat es dann doch geklappt.

Zuerst war Ostern 2020 anvisiert, aber diese blöde Pandemie hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Der zweite Anlauf war für den Herbst geplant, auch das ging schief als die zweite Corona-Welle über uns hinwegrollte. Dann kamen die ersten Impfungen und zum Glück ist jetzt meine Familie, bis auf die jüngsten komplett durchgeimpft. Trotzdem blieb eine gewisse Unsicherheit, ob es im September klappt.

Buchung bestätigt, alle Formulare parat. Luca- und Corona-App mit den Impfzertifikaten gefüttert.

Und dann doch noch einmal schwarze Unheilswolken am Himmel – der zweite Lokführer-Streik, genau an dem Wochenende an dem wir mit der Bahn reisen wollten.
Aber der ICE von Zürich nach Hamburg fuhr planmässig. Das war schon mal ein wichtiger Teilerfolg. Wie es nach Hamburg weitergehen sollte – Que sera!

Samstag, 4. September 2021, 7:45 Uhr – unglaublich, aber wahr!

Pünktliche Abfahrt in Freiburg trotz Streik der GDL.

Erstaunlicher Weise ohne weitere Störung sogar pünktlich in Hamburg eingetroffen. Der Lokführer hat eine Viertelstunde Verspätung durch eine Umleitung wieder herausgeholt und kam dann sogar 6 Minuten zu früh in Hamburg an. Wahrscheinlich, weil sonst kein Zug fuhr.
Dann sollte es weitergehen mit dem Regionalzug nach Lübeck, auch das hat – man glaubt es kaum – funktioniert. Dann wurde es jedoch nochmal richtig eng…

…Weiterfahrt mit einem Linienersatzbus (OHA!)!

Vollgestopft! Trotzdem durch den humorigen Busfahrer eine abwechslungsreiche und auch lustige Fahrt nach Oldenburg über Land, Stock, Stein, Sand, Strand und Heide.
Und dann?
Obwohl nicht geplant – jedenfalls nicht von uns – stand da ein Taxi wie bestellt und nicht abgeholt! Mit einem anderen Gestrandeten haben wir das Gefährt geteilt und fuhren in einer lustigen Landpartie oder besser Sightseeing-Tour nach Heiligenhafen.

So bekamen wir die ersten Eindrücke von dieser Landschaft.

Samstag, 4. September – Ankunft Achterstraße 10, Heiligenhafen

Unglaublicherweise erreichten wir unser Ziel zu der von Susi geplanten Zeit und das trotz aller Widrigkeiten.

Klein, fein und komfortabel unsere Bleibe im MeerZeiten-Fischerhuus der Familie Wessel.
Keine drei Minuten bis an die Wasserkante – nicht Meer, sondern Binnensee. Dahin war unser erster Weg.
Wir haben uns so richtig die Beine vertreten. Nach über acht Stunden Zug, Bus und Taxi war das auch mehr als nötig und dabei schnell anoch das Nötigste für den nächsten Tag eingekauft.

Und lecker Essen haben wir dann auch noch bekommen, bei dem im Norden allgegenwärtigen Gosch – im Norden immer Wert dort einzukehren!
Im Süden gibt es den Gosch auch, aber das ist nur ein sehr matter Abglanz von Sylt oder Heiligenhafen.

Egal – es gab frischen Fisch vom Grill, lecker und reichhaltig!
Halt Gosch!
Achtung unbezahlteWerbung: „…der Name bürgt für Qualität!“

Danach zurück in unsere niedliche Ferienbleibe Fischers MeerZeit.
Früh zu Bett, aber vorher noch ein wenig den Folgetag geplant.

Sonntag, 5. September 2021 – eine erste große Wanderung

Grand-Tour zur Steilküste westlich von Heiligenhafen, nach einem ausgiebigen Frühstück.
Gut – in diesem flachen Land ist ein Abriss von 5 bis 6 Metern Höhe schon fast ein Gebirge. Aber ganz egal! Es war eine tolle Wanderung um den Binnensee von Heiligenhafen herum, großteils am Strand entlang. Das hat mir dann einen einseitigen Muskelkater rechts beschert – man nimmt, was man bekommt.
… da besteht die Frage, warum der Muskelkater nicht auch links? Nun ja, es führen viele Wege von und nach Hause zum FischerHuus…

Jedenfalls, es war eine Augenweide. Licht, Luft und Wasser, leises Meeresrauschen – toll!
An der Abrisskante ein Petroglyphe aus der neuesten Neuzeit, die wird wahrscheinlich nur bis zum nächsten Sturm halten. So friedlich die Ostsee während unserer Ferientagen war, so wild und stürmisch kann sie sein, aber nicht wenn wir da sind!

Obwohl, das würde ich schon mal gerne erleben.

Und verhungern kann man in Heiligenhafen auch nicht wirklich – Fischbrötchen in vielen Variationen vom Matjes- zum Bismarckhering oder Backfisch vom Dorsch auf die Hand, kann man am Meeresrand genießen – das taten wir auch.

Besonders lustig eine kleine Imbissbude hat ein „2-Gänge-Menü“ angeboten!
Achtung – man konnte aus acht Variationen von Fischbrötchen wählen, das war der erste Gang! Der zweite Gang war eine kühle Bottel Flens – bleiben da Wünsch offen?

Montag, 6. September 2021 – Naturschutzgebiet Graswarder

Heute war der Plan die vorgelagerte Halbinsel(?) Graswarder zu begehen. Ein vom NaBu gehütetes Naturschutzgebiet mit Führungen und so – aber uns war dann doch die Gruppe zu groß.
So sind wir eine schöne Strecke am Strand entlang gelaufen und haben die wunderschönen zum Teil den alten Strandhäuser bestaunt.

Päuschen an der NaBu-Station und dann gemütlich zurück nach Heilgenhafen. Das war auch unseren schweren Beinen geschuldet. Die lange Bahnfahrt und dann gestern gleich der „Große Marsch“ am Meer entlang, das war doch etwas zu heftig.

Graswarder – das war der Tag, an dem wir uns tatsächlich ein wenig gezofft haben!
Es ging darum, wem welches dieser tollen Strandhäuser gehören soll.
Es gab keinen Sieger, denn zu keinem dieser Märchenhäuser hatten wir die passenden Schlüssel. Leider!

Jedenfalls hat Susi dann bei „Emma am Meer“ unsere E-Bikes für die nächsten Tage geordert, lustiger Laden – da gibt es auch tolle „Baumstriezel“ – mir zu süß, aber schön knusprig!

In der Fischhalle am Hafen haben wir dann Einkehr gehalten.
Susi ließ sich Matjes mit Bratkartoffeln munden (da kommt man nicht dran vorbei) und ich eine Ostsee-Fischsuppe, beides sehr lecker und reichhaltig.

Danach relaxen im Fischerhuus und später noch ein Abendspaziergang an den Binnensee.

Dienstag, 7. September 2021 – die erste Fahrradtour

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Garten sind wir zu „Emma“ gelaufen um die Fahrräder zu holen.
Okay – das waren E-Bikes der wahrscheinlich ersten Generation. Susi kam mit ihrem sehr gut zu recht. Das meine war eine wenig widerwillig – auf badisch sagt man dazu ein ‚rächter Schittler‘!

Aber die Tour war Spitze!

Wir haben Ostsseeküstenradweg genommen. Das war was für die Augen einfach nur toll. Sonne, Meer. Luft, so richtig zum Durchschnaufen. Aber die arme Susi musste immer wieder auf mich warten, denn die Schaltung und auch die Bremsen an meinem E-Bike hatten ein Eigenleben.

Jedenfalls kamen wir heil in Großenbrode an. Ein Ostseebad mit allem drum und dran. Häuser und Hotels bis an den Strand. Natürlich leider auch alles wie im Süden Europas zugepflastert und mit modernen Bauten verunstaltet.
Aber wenn wir den Blick zum Meer gewendet haben, haben wir das was hinter uns lag schnell vergessen. Und das Bierchen – natürlich ein ‚Flens‘ – mit dem Bismarckheringsbrötchen hat den Genuss abgerundet. War eigentlich schön auf der Promenade von Großenbrode, aber kommt an den Flair von Heiligenhafen nicht heran.

Nachdem wir ausgiebig gechillt haben, war die Rückfahrt durch das Land angesagt.
Was es zu sehen gab, ließ uns immer wieder anhalten. Nicht wegen der ‚hohen‘ Berge, sondern wegen der Ausblicke, die sich praktisch nach jeder Kurve und jedem Gebüsch verändert haben. Das war wirklich schön.

Gut! Zurück in Heiligenhafen. Susi ging zum Zeichnen an die Mole. Ich zu Emma mit der Absicht das Fahrrad zu tauschen. Das war problemlos. Ich bekam ein stablieres E-Bike mit Mittelmotor. Nach einer Testrunde bei der ich ausgiebig Schaltung und Bremsen ausprobiert hatte, war ich zufrieden.

Dann ging ich auf die Suche nach Susi. Die fand ich an der Mole mehr liegend als sitzend beim Zeichnen. Vollkommen in sich gekehrt. Es stimmt schon, Zeichnen ist meditieren mit dem Stift.

Wir sind dann mit dem Fischer, der dabei war seine Netze für den nächsten Morgen zu richten,ins Gespräch gekommen. Mühsam! Hunderte von Krebsen aus dem Netz zu puhlen, das ist kein Spaß. Die Viecher sind sehr stachelig. Aber für einen Schnack hatte der junge Mann, während seiner Arbeit, doch Zeit.
Ach übrigens, ob ich ein Foto für meinen Blog von dem ‚Fisherman‘ machen darf, habe ich gefragt- aber natürlich!

Für Susi hat er dann auch noch ein paar besonders schöne Exemplare in eine Kiste statt ins Wasser geworfen. Zeichnen, fotografieren, schnacken – wir kamen voll auf unsere Kosten.
… und gute Tipps gab es umsonst! Zum Beispiel, wann man morgens frischen Fisch direkt vom Kahn kaufen kann.
Abends gab es dann etwas fleischiges, musste mal sein nach dem vielen Fisch …!

Mittwoch, 8. September 2021 – jeder macht eine kleine Tour mit dem Rad für sich

Also, dann fange ich mal mit mir selbst an – der Esel nennt sich immer selbst zuerst!

Ich war schon am frühen Morgen am Hafen um Fisch für das Abendessen zu kaufen, direkt von der Hafenkante. Und da war er wieder der „Fisherman“ vom Vorabend und hatte einen ansehlichen Fang vorzuweisen.

Flunder, Scholle und Butt – okay, kleine Schaluppe, kleiner Fang. Jedenfalls war ich rechtzeitig vor Ort um einen prächtigen Steinbutt zu ergattern. Auf dem Heimweg hatte ich ein wenig Sorge, ob das Teil in die Pfanne passt.
Aber dann siegte der Pragmatismus, was nicht passt wird passend gemacht. Jedoch diese Sorge war unbegründet. Der Fisch passte zur Pfanne oder umgekehrt. Dem leckeren Abendessen stand nichts im Weg. Frisches Gemüse habe ich auf dem Markt vor dem Rathaus erstanden.
Und da ich sowieso schon unterwegs war, habe ich gleich noch für ein ordentliches Frügstück gesorgt.

Susi war später im Ort auf Tour und hat einiges schönes gesehen und natürlich festgehalten. Sie kam mit vielen Bildern und Eindrücken am späten Nachmittag zurück in unser Häuschen.
… und das war beileibe nicht alles, was es zu sehen gab!

Und ich war im Land unterwegs! Rundum Heiligehafen herum gibt es eine sehenswerte Landschaft. Auch Ackerbau oder eher Viehzucht… wie hier diese ‚Belted Galloways‘, die das ganze Jahr auf der weitläufigen Weide sind.

… und nicht zu vergessen Wasser – meerblaues Wasser mit bunten Farbtupfen…

… und dann der Abend!

Der Star des Abend war der am frühen Morgen erstandene Steinbutt. Also, frischer geht nicht!
Ich habe ihn ganz klassisch ohne viel Brimborium zubereitet.

Die Drillinge mit Schale gekocht und in Butter mit ganz wenig Knoblauch geschwenkt Die Böhnchen kurz blanchiert und portionsweise mit Parmaschinken umwickelt – man gönnt sich ja sonst nichts! Die Böhnchen wurden dann zusammen mit dem Butt im Backofen fertig gegart.

So zerteilt hat das Fischlein dann genau in die ziemlich große Pfanne gepasst.
Ein wenig zur Julienne geschnittenes Gemüse vom Markt heute Morgen, ein bisschen Karotte, etwas Sellerie (ich bekam auf dem Markt ein passendes Stück zurechtgeschnitten).
Mit etwas Zwiebel und in reichlich Butter glasig gedünstet. Mit wenig Salz und reichlich Pfeffer abgeschmeckt. Das ganze mit einem Glas Weißwein abgelöscht.
Den Fisch darauf gelegt und gleich mit dem sehr heißen Gemüsesud übergossen.
Kurz nochmal auf der Herdplatte erhitzt und ein weiteres Mal übergossen und dann bei 180°C im Backofen fertiggegart. Das geht trotz der Größe sehr schnell, maximal 15 Minuten. Der Fisch soll noch etwas glasig sein.

Gewürze, das waren Salz, Pfeffer und ein Hauch von Knoblauch und das nicht weil keine anderen Gewürze da waren – die Küche im Fischerhuus war gut bestückt – sondern um den frischen Meeresgeschmackzu erhalten!

Fertig. Anrichten. Geniessen!

Das mache ich wieder, wenn ich nochmal nach Heiligenhafen oder einen anderen Ort an der Ostsee oder Nordsee kommen sollte – ein wahrer Genuss!

Zuhause hätte ich aus dem „Abfall“, zusammen mit den Gemüseresten einen leckeren Fond gekocht – schade! Man kann nicht alles haben!

Donnerstag, 9. September 2021 – die zweite große Radtour Richtung Fehmarnsund

Also für diesen Tag hatten wir uns eine richtige große Tour vorgenommen. Wir wollten nach Fehmarn über die Sundbrücke – liebevoll als ‚Kleiderbügel‘ bezeichnet – und dann links davon die Küste erkunden.

Kurz gesagt, das wurde nichts! Aber davon später.

Heiligenhafen und Graswarder am frühen Morgen, das war mein Plan für den Tagesbeginn. Mit dem Fahrrad so gegen 7 Uhr zum Beobachtungsturm – liebevoll Küken genannt – in der Hoffnung ein paar Vögel zu beobachten und ein paar schöne Fotos zu machen.
Okay – richtiger Ort, falsche Zeit, will heißen, außer ein paar Möwen, keine Vögel.
Entschädigt wurde ich durch das Wechselspiel des Lichts am Morgen.

Das war also mein morgendlicher Trip! Und dann zurück zum Fischerhus, Susi wartet mit dem Frühstück. Danach wollten wir über die Brücke nach Fehmarn und dort ein wenig die linke Seite der Insel erkunden.

Auf Fehmarn radeln, das war der Plan…, aber…

Zur Zeit gibt es nur einen schmalen Fahrradweg, der in beide Richtungen befahren wird, direkt an der stark frequentierten Fahrbahn (Gegenverkehr) entlang. Auch von Fußgängern genutzt. Kommt dir wer entgegen, heißt es absteigen und vorsichtig aneinander vorbei. Bergab okay, aber bergauf, selbst mit E-Unterstützung bei dieser Steigung, ein Wagnis. Wir haben uns das angeschaut und mit Radlern, welche zurück zum Festland fuhren, gesprochen. 80% sagten: „… das machen wir nicht noch mal!“

Aber es gab auch so genügend zu erkunden.

Schade, wir Sonnenkinder machen einfach das beste draus. Also hiess es dann unter der Sundbrücke hindurch nach rechts weiterfahren. Nicht unspektakulär!

Und dann war da ein Schild „Fähre nach Fehmarn“!

Toll! Die nehmen wir doch glatt. Auf dem kurzen Stück über das Wasser sollte keiner von uns seekrank werden. Nun ja, Schilda gibt es nicht nur bei uns im Süden. Die Fähre, so wurde uns berichtet, gibt es seit gefühlten 50 Jahren nicht mehr. Der Fährhafen ist seit langer Zeit Anleger für edle Yachten.
Aber der Ort heißt noch so und deshalb auch die Schilder.

Trotzdem es war eine tolle abwechslungsreiche Tour mit Fischbrötchen vom Foodtruck am Campingplatz am Südstrand von Großenbrode. Die wurden auf einer Bank am Strand mit Meeresblick gefuttert, bevor es dann übers Land – vorbei an prächtigen Gutshöfen, durch sanft gewellte Landschaften – Richtung Neukirchen, über Lütjenbrode nach Strandhusen zum Abendbrot nach Heiligenhafen zurück ging!

Ziel war Abendessen im Restaurant „Seestern“.
Vorher wurden die E-Bikes zurück zu „Emma“ gebracht – das war das Ende unsere drei lustigen Fahrradtage.

Im Vorbeigehen haben wir dann noch ‚Käp’n Plumbeck‘ einen guten Abend gewünscht, bevor wir uns in die Warteschlange vor dem Restaurant einreihten. Mit der Aussicht auf das Riesenrad gab es lecker Essen – Susi Tagliatelle mit reichlich Scampi und ich einen großen Topf Miesmuscheln in einer schmackhaften Fischbrühe.

Freitag, 10. September – Ausflug nach Fehmarn nach Burg

Um doch noch ein bisschen Fehmarn zu schnuppern, haben wir den Bus über die Brücke hinweg genommen um nach Burg zu kommen. Das war dann rechts herum und nicht an der Küste entlang.
Nach der Ankunft am Bahnhof von Burg war der Hafen unser Ziel. ÖPNV Fehlanzeige, so sind wir eine kilometerlange Straße Richtung Hafen gelaufen. Wir sind nicht angekommen, denn wir waren von dem Lärm der viel befahrenen Straße derart genervt, dass wir in der Hälfte des Weges aufgegeben haben und zurück in die Innenstadt gelaufen sind.
Da gab es wenigsten ein bisschen was zu sehen und es war trotz der vielen Menschen und Autos etwas ruhiger. Mann, waren wir von Heiligenhafen verwöhnt.
Die alte Kirche mit den noch älteren (Hinkel-?)Steinen war durchaus sehenswert, auch der Friedhof mit den zum Teil sehr alten Gräbern. Ich glaube hier spukt es nächtens.

Das „Lütt Hus“ – Abschiedsessen!

Zurück in Heiligenhafen. Nachdem wir uns etwas frisch gemacht hatten ging es zum Abendessen in das Restaurant, das seinem Namen alle Ehre macht „Lütt Hus“ – ohne Vorbestellung geht hier gar nichts. Wir traten ein und waren von der Atmosphäre überrascht.

Im Inneren eine sehr schöne Bar mit anschliessender offenen Küche – zuschauen beim Kochen toll! Ein paar Tische, alles sehr schön, ein bisschen alt, ein bisschen modern, eine sehr geschmackvolle Mischung und nicht zu vergessen die sehr freundlichen Wirtsleute. Chefin hinter der Theke und im Service. Chef am Herd und mit dem konnte man auch schnaken! Das hat Spass gemacht.

Im Angebot wenige, aber leckere Gerichte. Man hatte Lust die Speisekarte von oben nach unten zu genießen. Wir haben dann „Dorsch auf Wirsing“ bestellt, dazu ein schönes Bier.
Ach ja, natürlich hatte der Chef ein ausgefeiltes ‚Mis-en-Place‘. So konnte er ruckzuck am Gasherd die Speisen virtuos zubereiten. Leises brutzeln, keinerlei Geruchsbelästigung.

Dann kam unser Essen. Schön einfach angerichtet, eine wahre Freude für die Augen und den Gaumen. Susi war ob der Größe der Portion erstaunt, hat dann aber doch brav und mit Genuss alles aufgegessen.

Zum Abschluss ein Espresso und ein abendlicher Verdauungsspaziergang, gleichzeitig unser „Auf-Wiedersehen-Spaziergang am Hafen entlang.

Samstag, 11. September 2021 – Rückreise ins Breisgau

Meine Reiseleiterin Susi hat wieder alles prächtig organisiert. Taxi bestellt zum Bahnhof nach Oldenburg. Von dort mit der Regionalbahn nach Hamburg und ab Richtung Freiburg. Diesmal ohne Streik und andere Unabwägbarkeiten. Auf der Reise hatten wir ausreichend Zeit alles nochmal Revue passieren zu lassen.

Es war schön. Es war kurz. Es hätte noch viel mehr Meer sein können. Jedenfalls hoffe ich auf einen weiteren Besuch in Heiligenhafen. Ich befürchte (hoffe), Susi macht schon wieder Pläne.

Liebe Susi, das war ein supertolles Geschenk! Danke!

Bemerkung am Rande:
…Ich war gestern mit dem Fahrrad unterwegs (30.09.) am Rhein und bin zu einem Glas neuen Wein und Zwiebelkuchen an der Limburg in der Nähe von Sasbach am Kaiserstuhl eingekehrt.

Es kam eine Meute Norddeutscher in den Biergarten.
Wir kamen ins Gespräch und auf Heiligenhafen.
Da sagte doch eine der Damen: „… wen Gott will strafen, schickt er nach Heiligenhafen!“ zum Gelächter der anderen Wikinger.

… es wurde noch sehr lustig!

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