Fo-Roellchen – Fo(rellen)-Röllchen

OK − der Titel ist ziemlich schräg. Dafür ist das Gericht aber sehr lecker.
Ein anderer Name dafür wäre „Saltimbocca von der Forelle”. Saltimbocca oder Roulade scheint mir jedoch nicht passend, beziehungsweise ziemlich abgenutzt.

Also dann halt doch Forellen-Röllchen! Oder besser …

Schwarzwälder-Forellen-Röllchen

… jetzt hab ich’s. In dem Titel steckt alles drin!
Wobei, die Forellen stammen aus einem Forellenteich im Fichtelgebirge und der Schwarzwälder Schinken heißt leider auch nur so und kann wer weiß woher kommen – ach, man hat es schwer!

Kosten: günstig, wenn man die Forellen direkt vom Teich kaufen kann.
Da sind sie dann auch wirklich frisch und darauf kommt es an.
Schwierigkeit: mittelschwer (das schwierigste ist das Filettieren und Enthäuten)
Zeit: 30 Minuten

Das braucht’s pro Person:

  1. eine frische Forelle, filetiert, entgrätet und gehäutet
  2. zwei bis vier hauchdünn geschnittene Scheiben milden Schwarzwälder-Schinken
  3. ein wenig Bratfisch-Gewürz (siehe unten)
  4. ein walnussgroßes Stück Butterschmalz
  5. ein wenig Semmelbrösel
  6. Fischfond
  7. eiskalte Butter für die Sauce
  8. zwei mehlig kochende Kartoffeln für Wedges

An die Arbeit:

  1. die Forelle mit einem flachen, scharfen Messer filetieren, mit einer Pinzette entgräten und mit dem flachen Messer häuten.
    Das ist der schwierigste Schritt und es bedarf ein wenig Übung. (meine ersten beiden Forellen mussten zu einer leckeren Forellen-Paste verarbeitet werden − es wird nichts weggeworfen!)
  2. je ein Filet auf eine Scheibe Schwarzwälder-Schinken legen.
    Falls die Scheiben nicht lang genug sind, zwei Scheiben leicht überlappend legen. Wie gesagt hauchdünne Scheiben − das freut den Fleischfachverkäufer (aber die lieben ja Lebensmittel 😉!) Fachverkäuferinnen sehen das gelassener.
  3. mit etwas Bratfischgewürz  bestreuen.
    Salz braucht es keines. Das Salz vom Schinken reicht aus.
  4. in Semmelbrösel drehen. Es muss nicht viel haften bleiben.
  5. in nicht zu heißem Butterschmalz rundherum braten.
    Wenn die Semmelbrösel bräunen, sind die Röllchen gar
  6. aus der Pfanne heben, warmhalten
  7.  das Fett abgießen. Pfanne auswischen.
  8. etwas Fischfond in die heiße Pfanne geben. Kurz aufkochen und von der Flamme nehmen.
  9. eiskalte Butter einrühren, nachwürzen
  10. mit den vorbereiteten Wedges und einem kleinen Salat servieren

Bratfischgewürz

… das kann man natürlich kaufen.
Ich mache mir das aber lieber selber. Das ist dann natürlich nicht immer gleich, aber so kann ich mir das auch nach Lust und Laune zubereiten und es schmeckt immer wieder neu und nicht nach Fabrik!

Grundzutaten:

  1. je ein Esslöffel
    Fenchelsamen
    Dillsamen
    getrockneter Knoblauch
    gelbe Senfkörner
  2. je ein halber Esslöffel
    Ingwerpulver
    Pimentkörner
    getrocknete Zitronenschale
  3. zwei getrocknete Chilischoten (Vorsicht!)
  4. ein Stängel getrocknetes Zitronengras
  5. ein Esslöffel naturbelassenes Meersalz

… so wird’s gemacht:

  1. Fenchel-, Dillsamen und Pimentkörner im Mörser leicht anstoßen
  2. alles in einer Pfanne – ohne Salz – vorsichtig rösten. Ist fertig, wenn es gut duftet.
  3. Abkühlen mit den anderen Zutaten mischen und mit dem Meersalz sehr fein mahlen.

In ein Glas füllen. Ist lang haltbar – hält aber nicht wirklich lang, weil es gerne auch zu anderen Gerichten verwendet wird.

BratfischgewuerzmischungDiese Mischung lässt sich nach Belieben aufpeppen! Ausprobieren, das ist die Devise!

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